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steiz.eu - Dmitri Steiz aus Brandenburg - Journalist

Die Hertels fühlten sich echt gut an

KULTUR   Drei Stars der Volksmusik bescherten 600 Gästen im Stahlpalast eine amüsante und herzliche Show.

Mehr als 600 Menschen ließen sich am Montagabend im Stahlpalast von den Superstars der Volksmusik verzaubern.

Stefanie Hertel, Stefan Mross und Eberhard Hertel traten in Brandenburg mit ihrem Spezialprogramm „Zauber der Weihnacht“ auf, überzeugten, begeisterten und überraschten damit das Brandenburger Publikum. Die Havelstädter erlebten einen unterhaltsamen Abend, bei dem die Volksmusiker nicht nur ihre größten Schlager sangen.

„Da sind wir wieder in Brandenburg“, begann Stefanie das Konzert der „Hitfamily“. Da die sympathische Sängerin als Oma verkleidet und auch Eberhard und Stefan als Vertreter einer älteren Generation auf die Bühne kamen, brach der Saal in lautes Lachen aus. Humorvoll und lebhaft wurde das Publikum auf Hertel, Mross und ihr Orchester „Wolkenlos“ eingestimmt.

Nach dem amüsanten Theaterstück erfolgte der kraftvolle Gesang im erwärmten Stahlpalast. Musik für die Augen bot Stefanie Hertel mit ihrem bezaubernden Kleid, das im schimmernden Ozeanblau die Sängerin zur Meerjungfrau machte.

Elegant gekleidet erschienen auch Stefan und Eberhard. Der Familienvater freute sich riesig in Brandenburg zu sein, wo die Sängerfamilie seinen Worten zufolge „wie immer herzlich empfangen“ wurde. Der vor kurzem 72 Jahre alt gewordene Eberhard Hertel gab sich an diesem Abend gesund und munter. Der bereits in der DDR als Star gefeierte Volksmusiker sang gefühlvoll wie eh und je. Schwiegersohn Stefan Mross glänzte am Mikrofon und mit der Trompete in der Hand. Dafür erntete Stefan im Stahlpalast die Anerkennung eines Gastes, der dem Showmaster lauthals zurief:„Stefan, du bist der Beste!“

Emotional ging es auch weiter. „Das fühlt sich gut an“ hieß das nächste Musikstück. Stefanie Hertel schwärmte, dass es sich toll anfühle, immer wieder auf der Bühne zu stehen, was sie seit 25 Jahren tut. Einen Wunsch habe sie noch, verriet die Sängerin: „Dass wir uns hier in Brandenburg in 25 Jahren noch einmal treffen, und dann feiern wir mein 50-jähriges Bühnenjubiläum!“ Damit eroberte die 31-Jährige, die bereits mit sechs Jahren im Fernsehen auftrat und im zarten Alter von 13 Jahren den Grand Prix der Volksmusik gewann, die Herzen der Brandenburger.

Sympathie bekamen die Stars auch, als Stefanie dem Medizindoktor Stefan ihre „Liebeskrankheit“ erklärte und fragte: „Was raten Sie mir?“. Darauf antwortete der Arzt: „Kommen Sie mindestens sechsmal täglich zu mir.“

Nach der Pause sangen Stefanie, Stefan und Eberhard ihre schönsten Weihnachtslieder. Inbrünstig las Eberhard Hertel Gedichte. Übertroffen wurde die Poesie dieses Momentes noch, als Eberhard und Stefanie zusammensangen. Mit „Wenn die Weihnachtsglocken läuten“ erreichten Papa und Tochter eine an die Perfektion grenzende Harmonie. Dafür beglückte der Saal die Familie Hertel mit einem herzlichen Applaus. Der hielt sich bis zum Schlussakkord.

„Schön“, „wunderbar“, „toll“ – das Urteil des Publikums war einstimmig positiv. Überdies bekamen die Gäste im Stahlpalast – gewissermaßen als Sahnehäubchen – Autogramme ihrer Lieblinge. Das Trio ließ sich dabei Zeit und signierte fleißig Karten, Poster und CDs.



Dmitri Steiz, Die Hertels fühlten sich echt gut an. Drei Stars der Volksmusik bescherten 600 Gästen im Stahlpalast eine amüsante und herzliche Show, in: Märkische Allgemeine. Zeitung für das Land Brandenburg, Brandenburger Stadtkurier, 8. Dezember 2010, S. 14.

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