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steiz.eu - Dmitri Steiz aus Brandenburg - Journalist

Engel des Feuers

KONZERT   Hunderte Brandenburger erleben eine heiße Rammstein-Show

700 Rockmusik-Fans kamen am Sonnabend auf ihre Kosten. Die Rammstein-Coverband Feuerengel heizte mit Feuerwerfern und harten Gitarren dem Publikum vorm Stahlofen ein.

Es hat geknallt, geblitzt und gebrannt. Die Halle bebte, die Menschen tobten. Rund 700 Gäste feierten am Samstagabend im Industriemuseum ein feuriges Musikspektakel. Die Rockband „Feuerengel“ lieferte dazu in erstklassiger Weise die Songs und die Show von Rammstein. Die Musiker aus Norddeutschland eifern dieser Show seit 1997 nach, als bei einem Konzert der legendären Metalband die Idee entstand, ein Tribut ins Leben zu rufen. Innerhalb kürzester Zeit waren die Engel des Feuers in ganz Deutschland unterwegs. In der Stadt performte die Band zum ersten Mal.

Um 21.43 Uhr fiel der Vorhang. Die Töne des schweren Metalls und der Elektronik erklangen. Es folgten ein Knall und die brachiale Stimme des Frontsängers Boris Delic. Das begeisterte Publikum schrie auf, eine Frau zeigte auf ihren Arm und sagte: „Gänsehaut“.

Die Musik von Rammstein versetzte die Rockfans in Ekstase. Bei den Hits wie „Du hast mich“, „Sehnsucht“ und „Engel“ gab es kein Halten mehr. Das Industriemuseum kochte, die Menschenmenge pfiff, brüllte, sang, sprang und klatschte. „Benzin“ ließ die Massen explodieren.

Bombastisch war die Feuershow des Abends: Während die Band „Feuer Frei“ gab, schossen entlang der Bühne Flammen in die Höhe. Ferner feuerte der Sänger Delic mit einem Handflammenwerfer auf einen überdimensionalen Kochtopf. Spektakulär – in dem Kessel saß der Keyboarder Thorsten Heintzsch. Passend zu dem Titel „Asche zu Asche“ brannten zudem die Mikrofon-Ständer.

„Die Show war irre“, sagt die Konzertbesucherin Petra Goldmann (46) im Anschluss an das zweistündige Festival. „Ich bin Rammstein-Fan, solange ich denken kann, und ich bin total begeistert“, fügt die Brandenburgerin hinzu. Michael Käding ist ebenfalls zufrieden mit der „rundum gelungenen Show“ der Feuerengel. „Geile Party“ wiederholt der 53 jährige Havelstädter mehrmals.

Viel jünger, doch nicht weniger begeistert, ist Lycien Willkommen (14). Die Erwartungen der Schülerin seien bei dem Abend der Rockmusik übertroffen worden. „Ich würde noch einmal kommen“, sagt sie. Schwester Simone (33) stimmt ihr zu.

Die Rockmusiker selbst lobten wiederum das Brandenburger Publikum. Gitarrist Florian Arp (34) fand „alles top“: „Hammerpublikum“ und „Superstimmung“. Tonmann Stefan Ehrhardt schwärmte besonders für die Bühne und das schwere Metall im Industriemuseum: „Beste Kulisse, ever!“

Veranstalter Marco Lau freut sich über das positive Feedback. Der 38-jährige Rammstein-Fan habe schon lange den Wunsch gehabt, die Feuerengel in die Havelstadt zu holen. Die Coverband sei „ganz nah am Original“, weiß Lau, der in den vergangenen Jahren mehrere „heiße“ Rammstein-Konzerte besucht hatte.

Eine Abkühlung gab es übrigens am Sonnabend auch: Aftershowparty mit DJ Sören.



Dmitri Steiz, Engel des Feuers. Hunderte Brandenburger erleben eine heiße Rammstein-Show, in: Märkische Allgemeine. Zeitung für das Land Brandenburg, Brandenburger Stadtkurier, 6. Juni 2011, S. 14.

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