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steiz.eu - Dmitri Steiz aus Brandenburg - Journalist

So schnell ist der Strom

JUBILÄUM   350 Gäste beim Tag des Handwerks in Götz / Elektro-Auto als Publikumsmagnet


Ob im Elektroauto oder an der Solaranlage – die Energie der Industrie überwältigte am „Tag des Handwerks“ viele Besucher des Zentrums für Gewerbeförderung.

Von Dmitri Steiz
Im Licht der Energie von morgen steht das Fest des Zentrums für Gewerbeförderung in Götz (ZfG). Das Haus unter dem Dach der Handwerkskammer Potsdam feierte am Sonnabend, dem ersten bundesweiten „Tag des Handwerks“ mit 350 Gästen sein 15-jähriges Bestehen.

Ein Publikumsmagnet ist das Elektroauto zum Mitfahren. Der Sportwagen mit 300 Pferdestärken ist auf den Namen Tesla Roadster getauft und katapultiert die Insaßen in dreieinhalb Sekunden von null auf 100 Stundenkilometer, erzählt Tihomir Naletilic.

Der 34 Jahre alte Energieelektroniker dreht mit den Gästen des ZfG an diesem Festtag unzählige Runden. „Jeder, der möchte, darf mit“, wiederholt der Berliner. Die Besucher lassen sich die Testfahrt mit dem 140 000 Euro teuren Vehikel nicht entgehen – und sind begeistert.

„Eine Beschleunigung, als würde ein Monster unter der Haube sitzen“, sagt nach der Fahrt der Brandenburger Philip Hagenau (18). Von der Raserei überwältigt ist auch Andrea Behnke (43): „Ist echt irre“, jubelt die Frau aus Groß Kreutz beim Aussteigen.

Die Zukunft der Autoindustrie gehöre „definitiv“ dem Elektromobil, meint Tihomir Naletilic. Der Tesla Roadster werde bereits in Serie gebaut, so der junge Energieexperte. Der Wagen sei praktisch: Sechs bis 12 Stunden an der Steckdose und der Roadster fährt 400 Kilometer weit.

„Solar ist die Zukunft“, weiß wiederum Bernd Ebeling. Der 52 Jahre alte Solartechniker kennt die Vorteile der Sonnenenergie und wirbt damit bei seinem Publikum: „Auch nach 20 Jahren liefert die Photovoltaikanlage noch 80 Prozent der Leistung.“

Aber was tun, wenn das Dach brennt? Die Solaranlage doch nicht mit Wasser löchen?! „Nein, das kann tödlich sein“, sagt Bernd Ebeling. Die bisher gängige Methode, nämlich die Anlage abschalten und abbrennen zu lassen, sei aber auch nicht einwandfrei, weiß Herbert Pape (60).

Der Teamleiter des ZfG und Spezialist für Solarenergie präsentiert den Feuerwehrmännern und Interessenten eine „Neuheit“: Eine Sicherheitsbox, die auf Knopfdruck die einzelnen Solarmodule kurzschließt und die Anlage so von der Spannung befreit.

Während zahlreiche Werkstatt-Aktionen – wie etwa das Lichtbogenhandschweißen – brandheiß bleiben, sorgt der Kosmetikbereich für eine Erfrischung. Unter Einfluss von Ölen und Düften lassen sich vor allem Damen beruhigen, anregen und erfreuen.



Dmitri Steiz, So schnell ist der Strom. 350 Gäste beim Tag des Handwerks in Götz / Elektro-Auto als Publikumsmagnet, in: Märkische Allgemeine. Zeitung für das Land Brandenburg, Brandenburger Landkurier, 5. September 2011, S. 20.

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